Holger Kollmann

Montenegro: Ein echtes Erlebnis auf dem Motorrad

Zu Beginn möchte ich hier allen skeptischen Lesern und Interessenten die Angst nehmen! Auf den Abschnitten unserer geführten Motorradtourgibt es definitiv keine alten Kriegslasten und Minen. Es kann zwar sein, das eine alte, abgeschossene und verrostete Patronenhülse gefunden werden kann, aber es gibt dort definitiv keine Minen oder schlimmere Kriegswaffen.

Die Menschen und auch die Landschaft sind herzensgut und wirklich sehenswert.

Montenegro ist ein kleines Land – kleiner als Schleswig Holstein – das sehr viel zu bieten hat. Vom Hochgebirge bis zum Strand ist landschaftlich alles mit dabei. In Montenegro wohnen 620.000 Einwohner und es wurde erst 2006 unabhängig. An der 293 Kilometer langen Adriaküste liegen 117 traumhafte Strände. Jaz Beach bei Budva zählt zu dem schönsten Strand dort. Beeindruckend ist das serbisch-orthodoxe Kloster Ostrog, das in eine senkrechte Felswand gemauert wurde und zwar 900 Meter über dem Meer. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick auf die Ebene. In diese Höhlenkirche kommen viele Pilger und sie zählt zur wichtigsten Pilgerstätte in Montenegro. In diesem Land befindet sich die zweittiefste Schlucht nach dem Grand Canyon, die Tara-Schlucht. Wer hier nach einem Nervenkitzel sucht, sollte eine Rafting-Tour auf diesem wilden Bergfluss machen. Leider haben wir bei unseren geführten Motorradtouren nicht die Zeit einer solchen Tour, aber wir möchten euch dieses atemberaubende Land einfach nahe legen. Mit bis zu 60 Meter hohen Wasserfällen, vielen Kaskaden und Stromschnellen ist eine solche Tour jedoch nicht ungefährlich. Zum Teil ist die Schlucht an der tiefsten Stelle bis zu 1600 Meter tief. Auf dem Skadar-See – dem größten Binnengewässer auf dem Balkan – kann man eine tolle Bootstour machen. Der See befindet sich zum einen Teil auf Montenegro und zum anderen Teil auf albanischer Seite.